Kreislauf des Lebens: Hospizgruppe lädt zu Jubiläumsveranstaltungen ein

 jubilaeumsplakat

„Es zählt zu den großen Verdiensten der Hospizbewegung, dass sie eine Diskussion darüber angestoßen hat, was humanes Sterben ausmacht. Nicht der Tod, nicht das Ende, steht im Mittelpunkt, sondern ‚Leben bis zuletzt'."

Mit diesen Worten würdigt Cornelia Rundt, die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Arbeit der Hospizgruppe Land Hadeln e.V. Für die Jubiläumsveranstaltungen der Hospizgruppe hat die Ministerin die Schirmherrschaft übernommen. Nach einer Ausstellung mit Fotos im August über das „Leben im Hospiz" lädt die Hospizgruppe nun im September zu weiteren Jubiläumsveranstaltungen ein.

 

Am Freitag, dem 19. September gastiert das Puppentheater Compagnie de l'Echelle aus Frankreich in den Seelandhallen in Otterndorf mit dem Theaterstück „Alle Großmütter sind Engel". Die Aufführung beginnt um 19.00 Uhr. Das Stück, in dem ein Mädchen sich in einem Altenheim eine Großmutter sucht, ist auch für Kinder ab 6 Jahren und Familien geeignet. Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.

 

puppentheaterplakat

 

Am Tag darauf, dem 20. September lädt die Hospizgruppe zu ihrem großen Jubiläumstag ein. Von 11.00-17.00 Uhr stellen sich in der Stadtscheune Otterndorf neben der Hospizgruppe Einrichtungen vor, die Menschen in verschiedenen Lebenslagen begleiten. Der „Kreislauf des Lebens" beginnt bei der Hebamme und endet mit Pflegeeinrichtungen, der Hospizgruppe und dem Bestattungsinstitut. Dazwischen stellen sich Kindergärten, Schulen, der Sportverein oder auch die Telefonseelsorge vor. Das Programm an diesem Tag wird musikalisch umrahmt. Jeweils zur vollen Stunde gibt es einen Kurzvortrag – u.a. auch von der Hospizgruppe. Die Otterndorfer Kindergärten bieten ein Programm für Kinder an. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Leider kann die Schirmherrin, Sozialministerin Rundt, an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen. Ihr Grußwort wird jedoch im Rahmen weiterer Grußworte und Glückwünsche zum Jubiläum verlesen und kann hier schon nachgelesen werden:

Grußwort der niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt, anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Hospizgruppe Land Hadeln e. V.

Cornelia Rundt-r

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der Hospizgruppe Land Hadeln,

die Wegbereiterin der Hospizbewegung, Ciceley Saunders, hat einmal erklärt: „Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzen Augenblick Ihres Lebens wichtig und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können."

Dieser Gedanke, der kennzeichnend für die Hospizbewegung ist, spiegelt sich auch in der Arbeit der Hospizgruppe Land Hadeln wider. „Leben bis zuletzt", heißt es programmatisch auf dem Briefbogen, mit dem Sie mich zur Feier Ihres Jubiläums eingeladen haben, an dem ich leider aufgrund anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen kann. Um diesen Anspruch umzusetzen, stellen Sie sich individuell auf die todkranken Menschen und ihre Angehörigen ein, die Sie in der letzten Phase des Lebens begleiten. Die Form der Begleitung fällt dabei ganz unterschiedlich aus, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Manchmal ist es nur ein Gespräch, ein Anruf oder ein Spaziergang, die einen großen Unterschied für die sterbenden Menschen und ihre Angehörigen sowie Freundinnen und Freunde machen.

Dieses wichtige und beeindruckende Engagement hat in der Region Tradition. Die Hospizgruppe Land Hadeln kann in diesem Jahr bereits ihren 15. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen Anlass gratuliere ich sehr herzlich. Hospizarbeit stellt hohe Anforderungen an alle Betroffenen, gerade auch an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Sie müssen oft an ihre Grenzen gehen, aber sie bekommen auch etwas zurück. Ich glaube, Sie werden mir zustimmen, dass die Begegnungen mit den Menschen in ihrer letzten Lebensphase unendlich bereichernd sein können. Es zählt zu den großen Verdiensten der Hospizbewegung, dass sie eine Diskussion darüber angestoßen hat, was humanes Sterben ausmacht. Nicht der Tod, nicht das Ende, steht im Mittelpunkt, sondern „Leben bis zuletzt". Ich danke allen Mitgliedern der Hospizgruppe, die sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe widmen und wünsche Ihnen alles Gute für ihre künftige Arbeit.

Ihre
Cornelia Rundt
Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

   

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