Hospizgruppe Land Hadeln feiert 15-jähriges Bestehen

Jubiläum mit Tag der offenen Tür und Theateraufführung begangen / Fazit: „Hospizarbeit hat das Sterben aus der Tabuzone geholt"

Mit gleich zwei Veranstaltungen feierte die Hospizgruppe Land Hadeln am Wochenende ihr 15-jähriges Jubiläum. Am Freitagabend war die französische Puppenbühne "Compagnie de l'Echelle" mit dem Stück „Alle Großmütter sind Engel" zu Gast in den Seelandhallen. Darin handelte es sich um ein Kind, das für sich im Altenheim eine Großmutter sucht Dabei trat Bettina Vielhaber nicht nur als Puppenspielerin auf. sondern schlüpfte selbst in eine Rolle als Schauspielerin. Mit dem Stück traf sie genau das Motto der Hospizgruppe. „Leben bis zuletzt".

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Am Sonnabend folgte der Tag der offenen Tür rund um das Büro der Hospizgruppe in der Otterndorfer Sackstraße. In der Stadtscheune stellten sich neben der Hospizgruppe Einrichtungen vor, die Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen begleiten. Beginnend bei der Hebamme über den Kindergarten, die Diakonie, Pflegeeinrichtungen bis hin zum Bestattungsinstitut wurde der „Kreis des Lebens" nachgebildet. Umrahmt durch musikalische Darbietungen von Ilse Tiedemann, Kai Rudi, dem „Logos Chor' und dem Gospelchor Otterndorf gab es stündlich Vorträge zu verschiedenen Themen. Für die Hospizgruppe etwa vermittelte die Koordinatorin Birgit Meyer Einblicke in ihre Arbeit, bevor Doris Heinsohn eindruckvoll aus ihrer Tätigkeit als ehrenamtliche Sterbebegleiterin und ihren Weg dorthin berichtete.

Pastor Bert Hitzegrad als Vorsitzender des Hospizvereins dankte allen Mitarbeitern und Helfern für ihren Einsatz sowie der Stadt Otterndorf für die Bereitstellung der Räumlichkeiten: „Zusammen haben wir den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit getragen und den Menschen ein wenig die Angst vorm Sterben genommen."

Otterndorfs Bürgermeister Claus Johannsen sprach in seinen Grußworten von einem immer schneller werdenden Leben und von der Hospizarbeit als Ausdruck einer gesellschaftlichen Veränderung. Er bedankte sich bei den Ehrenamtlichen dafür, dass sie sich dieser Herausforderung stellten. Rosemarie Fischer von der Landesarbeitsgcmeinschaft der Hospizgruppen sagte, dass es in der Hospizarbeit keine Lösungen im Sinne von Patentrezepten gebe. Sie bezeichnete die Sterbebegleiter daher als Kräfte, die Lösungen in Bewegung setzen würden.

Thomas Schult (NEZ vom 22.09.2014)

 

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